sich in Acht nehmen oder aufpassen?
b1Beide können vor einer Gefahr warnen, aber sie schauen in verschiedene Richtungen. sich in Acht nehmen heißt: sich selbst vor etwas schützen, mit vor + Dativ, und es klingt ernst und eher geschrieben. aufpassen ist das Alltagswort für aufmerksam sein, mit auf + Akkusativ, und es kann auch heißen, für jemanden zu sorgen.
sich in Acht nehmen
Sich vor einer Gefahr oder einer Person schützen. Reflexiv und immer mit vor + Dativ. Klingt ernst, oft wie eine Warnung, und eher geschrieben als gesprochen. Acht wird großgeschrieben.
Nehmen Sie sich in der Altstadt vor Taschendieben in Acht.Beware of pickpockets in the old town.
aufpassen
Aufmerksam sein. Mit auf + Akkusativ heißt es: auf etwas achten oder für jemanden sorgen, ihn beaufsichtigen. Allein ist Pass auf! die normale Warnung im Alltag.
Kannst du heute Abend auf die Kinder aufpassen?Can you look after the children this evening?
Der Fehler
Pass vor dem Hund auf!
Nimm dich vor dem Hund in Acht!
aufpassen verbindet sich nicht mit vor. Und Vorsicht bei der naheliegenden Reparatur: Pass auf den Hund auf! heißt, dass man den Hund beaufsichtigen soll, nicht, dass er gefährlich ist. Im Alltag sagt man für die Gefahr einfach: Pass auf, der Hund beißt!
Faustregel
Frag: Wer wird geschützt? Schützt du dich selbst vor etwas, nimmst du dich in Acht (vor + Dativ). Achtest du auf etwas oder sorgst du für jemanden, passt du auf (auf + Akkusativ). Im Gespräch reicht fast immer Pass auf!, in Acht nehmen klingt nach Warnschild oder Märchen.
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