GenusGrammatical gender
Das grammatische Geschlecht eines Nomens: maskulin, feminin oder neutral.
Jedes deutsche Nomen hat ein festes Genus: maskulin (der), feminin (die) oder neutral (das). Wichtig: Das grammatische Geschlecht ist nicht dasselbe wie das natürliche - „das Mädchen“ ist sächlich, „der Löffel“ männlich. Deshalb ist das Genus oft nicht vorhersagbar und sollte immer zusammen mit dem Artikel gelernt werden. Es gibt aber Anhaltspunkte: Endungen wie -ung, -heit, -keit, -schaft, -tion sind feminin; -chen und -lein sind neutral; -er bei Personen und viele Wetter-/Jahreszeitwörter sind maskulin. Das Genus bestimmt die Form von Artikel, Adjektivendung und Pronomen und ist damit für die ganze Deklination entscheidend.
- der Mann, die Frau, das Kind - the man, the woman, the child
- das Mädchen (trotz natürlichem Geschlecht neutral) - the girl (neuter despite natural gender)
NumerusNumber
Die Zahl: Singular (Einzahl) oder Plural (Mehrzahl).
Der Numerus zeigt an, ob von einem (Singular) oder von mehreren (Plural) die Rede ist. Die Pluralbildung ist im Deutschen besonders unregelmäßig: Es gibt fünf Hauptmuster - Endung -e (Tisch → Tische), -er (Kind → Kinder), -(e)n (Frau → Frauen), -s (Auto → Autos) oder gar keine Endung (Lehrer → Lehrer) - und oft kommt ein Umlaut dazu (Mutter → Mütter). Im bestimmten Artikel haben alle Plurale dieselbe Form: „die“. Weil sich die Pluralform nicht zuverlässig vorhersagen lässt, lernt man sie am besten gleich zusammen mit dem Nomen und seinem Artikel.
- das Kind → die Kinder - the child → the children
- die Mutter → die Mütter - the mother → the mothers
Kasus (Fall)Case
Der Fall eines Nomens - Nominativ, Akkusativ, Dativ oder Genitiv.
Der Kasus zeigt die grammatische Funktion eines Nomens im Satz an - ob es Subjekt, Objekt oder Besitzangabe ist. Deutsch hat vier Fälle: Nominativ (Subjekt), Akkusativ (meist direktes Objekt), Dativ (meist indirektes Objekt) und Genitiv (Besitz). Welcher Fall nötig ist, bestimmen das Verb, eine Präposition oder die Satzfunktion. Wichtig zu wissen: Das Nomen selbst ändert sich nur selten; den Kasus erkennt man fast immer am Artikel und an der Adjektivendung („der Mann, den Mann, dem Mann, des Mannes“). Deshalb sind die kleinen Artikel- und Endungstabellen der Schlüssel zum ganzen System.
- der Mann, den Mann, dem Mann, des Mannes - the man (nom., acc., dat., gen.)
TempusTense
Die Zeitform des Verbs - sie verortet das Geschehen in der Zeit.
Tempus ist der grammatische Oberbegriff für die Zeitformen des Verbs; sie sagen, wann etwas geschieht - in Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft. Das Deutsche kennt sechs Tempora: Präsens und Futur I für Gegenwart/Zukunft, dazu drei Vergangenheitsformen (Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt) und das selten gebrauchte Futur II. Praktisch wichtig sind nur wenige davon: Präsens deckt auch viel Zukunft ab, gesprochen erzählt man in der Vergangenheit fast immer mit dem Perfekt, und geschrieben mit dem Präteritum. Tempus ist eine von mehreren Eigenschaften, die bei der Konjugation festgelegt werden - neben Person, Numerus, Modus und Genus Verbi.
- ich lerne – ich lernte – ich habe gelernt - I learn – I learned – I have learned
ModusMood
Die Aussageweise des Verbs: Indikativ, Konjunktiv oder Imperativ.
Der Modus (die Aussageweise) zeigt, wie der Sprecher eine Handlung auffasst - als Tatsache, als Möglichkeit oder als Aufforderung. Das Deutsche hat drei Modi: den Indikativ für reale Aussagen und Fragen (Er kommt), den Konjunktiv für Unwirkliches, Wünsche, Höflichkeit und indirekte Rede (Er käme; Er sagt, er sei krank) und den Imperativ für Befehle und Bitten (Komm!). Der Modus ist neben Tempus, Person, Numerus und Genus Verbi eine der Eigenschaften, die beim Konjugieren des Verbs festgelegt werden. Der Indikativ ist die unmarkierte Normalform, die man zuerst lernt.
- Er kommt. / Er käme. / Komm! - He comes. / He would come. / Come!
Genus VerbiVoice
Die Handlungsrichtung des Verbs: Aktiv oder Passiv.
Das Genus Verbi (die „Handlungsrichtung“ oder Verbgenus) beschreibt, aus welcher Perspektive eine Handlung dargestellt wird. Es gibt zwei Möglichkeiten: das Aktiv, bei dem das Subjekt selbst handelt und im Mittelpunkt steht (Der Mechaniker repariert das Auto), und das Passiv, bei dem die Handlung im Vordergrund steht und der Handelnde unwichtig oder unbekannt ist (Das Auto wird repariert). Genus Verbi ist nicht mit dem Genus des Nomens (maskulin/feminin/neutral) zu verwechseln - es ist eine Eigenschaft des Verbs und wird wie Tempus und Modus bei der Konjugation bestimmt.
- Aktiv: Man baut das Haus. / Passiv: Das Haus wird gebaut. - Active: They build the house. / Passive: The house is being built.
KonjugationConjugation
Die Beugung des Verbs nach Person, Zahl, Zeit und Modus.
Konjugation ist die Beugung des Verbs - die Anpassung an fünf Eigenschaften: Person und Numerus (ich gehe, du gehst, wir gehen), Tempus, Modus und Genus Verbi. Im Präsens hängt man dazu an den Verbstamm die Personalendungen -e, -st, -t, -en, -t, -en. Man unterscheidet schwache (regelmäßige) Verben, die einem festen Muster folgen und ihren Stamm behalten (machen → machte → gemacht), von starken (unregelmäßigen) Verben, die den Stammvokal ändern (sprechen → sprach → gesprochen). Dazu kommen unregelmäßige Mischverben und die wichtigen Hilfsverben sein, haben, werden, die man als Erstes auswendig können sollte.
- ich gehe, du gehst, er geht - I go, you go, he goes
- machen → machte → gemacht - to make → made → made (weak verb)
DeklinationDeclension
Die Beugung von Nomen, Artikeln, Adjektiven und Pronomen nach Kasus.
Deklination ist die Beugung der nominalen Wortarten - Nomen, Artikel, Adjektive und Pronomen - nach Kasus, Genus und Numerus. Während sich das Nomen selbst meist kaum ändert, tragen vor allem der Artikel und die Adjektivendung die Kasusinformation. Die Adjektivendung folgt drei Mustern, je nachdem, was davor steht: nach bestimmtem Artikel die „schwache“ Endung (der gute Mann), nach unbestimmtem Artikel/Possessiv die „gemischte“ (ein guter Mann) und ohne Artikel die „starke“ Endung, die dann selbst den Kasus zeigt (guter Wein). Die Beherrschung dieser Tabellen ist der Kern der deutschen Grammatik.
- der gute Mann, des guten Mannes - the good man, of the good man
- ein guter Mann / guter Wein - a good man / good wine
AdjektivdeklinationAdjective declension
Die Endungen attributiver Adjektive - abhängig vom Artikel davor.
Steht ein Adjektiv direkt vor einem Nomen, bekommt es eine Endung, die von drei Faktoren abhängt: vom Kasus und Genus/Numerus des Nomens und vor allem davon, was vor dem Adjektiv steht. Daraus ergeben sich drei Deklinationstypen. Die schwache Deklination gilt nach dem bestimmten Artikel (der, dieser, jeder), weil dieser den Kasus schon zeigt - das Adjektiv endet dann fast immer auf -e oder -en (der große Mann, mit dem großen Mann). Die gemischte Deklination gilt nach ein-, kein- und den Possessiven (ein großer Mann). Die starke Deklination gilt ohne Artikel; dann muss das Adjektiv selbst die volle Kasusendung übernehmen (großer Mann, gutes Wetter, kaltem Wasser). Prädikativ (nach sein, werden) bleibt das Adjektiv dagegen endungslos.
- der gute Wein / ein guter Wein / guter Wein - the good wine / a good wine / good wine
- Der Wein ist gut. - The wine is good. (predicative, no ending)
Steigerung (Komparation)Comparison
Die drei Stufen des Adjektivs: Positiv, Komparativ, Superlativ.
Die Steigerung (Komparation) drückt unterschiedliche Grade einer Eigenschaft aus. Es gibt drei Stufen: den Positiv (die Grundform: schnell), den Komparativ für den Vergleich zweier Größen (schneller, mit dem Vergleichswort „als“: schneller als ich) und den Superlativ für den höchsten Grad (am schnellsten oder der/die/das schnellste). Den Komparativ bildet man mit -er, den Superlativ mit -st-; viele kurze Adjektive bekommen dabei zusätzlich einen Umlaut (alt → älter → am ältesten; groß → größer → am größten). Einige sehr häufige Adjektive sind unregelmäßig: gut → besser → am besten, viel → mehr → am meisten, gern → lieber → am liebsten, hoch → höher, nah → näher.
- schnell – schneller – am schnellsten - fast – faster – fastest
- Anna ist größer als Tom. - Anna is taller than Tom.
Umlaut
Die Vokale ä, ö, ü - oft Träger grammatischer Unterschiede.
Als Umlaut bezeichnet man die Vokale ä, ö und ü (sowie historisch ihre Entstehung aus a, o, u). Im Deutschen ist der Umlaut weit mehr als eine Schreibvariante: Er trägt oft grammatische Bedeutung. Sehr viele Nomen bilden ihren Plural mit Umlaut (Mutter → Mütter, Apfel → Äpfel, Haus → Häuser), zahlreiche Adjektive nehmen ihn bei der Steigerung (lang → länger), und viele starke Verben ändern im Konjunktiv II oder in der 2./3. Person Singular ihren Stammvokal zum Umlaut (ich fahre → er fährt; ich war → ich wäre). Lässt man die Punkte weg, kann sich die Bedeutung komplett ändern (schon ≠ schön, Mutter ≠ Mütter). Ersatzschreibung ohne Umlautzeichen: ae, oe, ue.
- der Apfel → die Äpfel - the apple → the apples
- ich fahre, er fährt - I drive, he drives
Eszett (ß)
Der Buchstabe ß - ein stimmloses „s“, das immer einen langen Vokal davor signalisiert.
Das Eszett (ß, auch „scharfes S“) ist ein eigener Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für ein stimmloses „s“ wie in engl. „kiss“. Seine wichtigste Funktion ist orthografisch: ß steht nur nach einem langen Vokal oder einem Diphthong (Straße, groß, heißen) und signalisiert damit dessen Länge. Nach einem kurzen Vokal schreibt man stattdessen ss (Masse, Fluss, dass). An diesem Unterschied hängt manchmal die Bedeutung: „Masse“ (kurzes a) vs. „Maße“ (langes a). ß erscheint nie am Wortanfang; ein Großbuchstabe existiert seit 2017 (ẞ), wird aber selten gebraucht - in Versalschrift schreibt man meist SS. In der Schweiz und in Liechtenstein wird ß grundsätzlich durch ss ersetzt.
- die Straße, groß, heißen - the street, big, to be called
- Masse (kurz) ≠ Maße (lang) - mass (short) ≠ measurements (long)
ich-Laut & ach-LautSoft and hard ch
Die zwei Aussprachen von „ch“: weich [ç] nach hellen, hart [x] nach dunklen Vokalen.
Das Graphem „ch“ hat im Deutschen zwei Aussprachevarianten, die sich nach dem vorangehenden Laut richten (sie sind Allophone). Der ich-Laut [ç] ist ein weicher Reibelaut wie ein geflüstertes „h“ in engl. „huge“; er steht nach den hellen Vokalen e, i, ä, ö, ü und den Diphthongen ei, eu/äu, nach den Konsonanten l, n, r und in der Verkleinerungsendung „-chen“ (ich, Milch, euch, Mädchen). Der ach-Laut [x] ist ein harter Reibelaut tief im Rachen wie im schottischen „loch“; er steht nach den dunklen Vokalen a, o, u, au (Bach, Buch, noch, auch). Beide sind nie „k“ und nie „tsch“. Sonderfall: „chs“ wird meist [ks] gesprochen (Fuchs, sechs, wachsen).
- ich, Milch, Mädchen (ich-Laut) - I, milk, girl (soft ch)
- Bach, Buch, auch (ach-Laut) - brook, book, also (hard ch)
stimmhaft / stimmlosvoiced / voiceless
Ob beim Laut die Stimmbänder mitschwingen (stimmhaft, z/g) oder nicht (stimmlos, s/k).
Ein Laut ist stimmhaft, wenn beim Sprechen die Stimmbänder mitschwingen (leg die Hand an den Hals - es „brummt“), und stimmlos, wenn sie das nicht tun. Konsonanten treten oft in solchen Paaren auf: b/p, d/t, g/k, w/f, s (stimmhaft, wie in „Sonne“) / ß, ss (stimmlos, wie in „Straße“). Für Deutschlernende wichtig ist die Auslautverhärtung: Am Wort- oder Silbenende werden stimmhafte Verschlusslaute stimmlos gesprochen - geschrieben bleibt der Buchstabe, aber „Tag“ klingt wie „Tak“, „Hund“ wie „Hunt“, „halb“ wie „halp“. Der Wechsel wird beim Beugen wieder hörbar: „der Tag“ [k] → „die Tage“ [g].
- Sonne (stimmhaft s) ≠ Straße (stimmloses ß) - Sun (voiced s) ≠ street (voiceless ß)
- Tag → klingt wie „Tak“ - Tag → sounds like “Tak”
Zäpfchen-R (uvulares R)Uvular R
Das Standard-R, hinten am Zäpfchen gebildet - nicht mit der Zungenspitze.
Das Zäpfchen-R (uvulares R, [ʁ]) ist die Standardaussprache des deutschen „r“ vor einem Vokal. Es entsteht hinten im Rachen am Zäpfchen (Uvula), meist als sanfter Reibelaut, der einem leichten Gurgeln ähnelt; die Zungenspitze bleibt dabei unten. Das unterscheidet es deutlich vom englischen R (retroflex, mit gehobener Zunge) und vom gerollten Zungenspitzen-R, das nur in manchen Regionen (Süddeutschland, Österreich) vorkommt. Konsonantisch ausgesprochen wird das R vor allem am Silbenanfang: rot, Reise, Brot, drei, grün. Steht das r dagegen nach einem Vokal, wird es meist nicht konsonantisch, sondern vokalisiert (siehe Vokalisiertes R).
- rot, Brot, drei, grün - red, bread, three, green
- die Reise, die Frage - the trip, the question
Vokalisiertes RVocalic R
Ein r nach einem Vokal wird zu einem schwachen „a“ (Schwa) - „Vater“ klingt wie „Fah-ta“.
Im Deutschen wird das „r“ nach einem Vokal am Silben- oder Wortende meist nicht als Konsonant gesprochen, sondern vokalisiert: Es klingt wie ein schwaches, offenes „a“ ([ɐ], ein Schwa-Laut) und wird fast verschluckt. Besonders auffällig ist das in der häufigen Endung „-er“, die wie ein kurzes „a“ klingt: „Vater“ = „Fah-ta“, „Mutter“ = „Mutt-a“, „besser“ = „bess-a“. Auch nach langem Vokal verschwindet der harte Konsonant: „Uhr“, „Tür“, „mir“, „hier“. Das ist der Gegenpart zum konsonantischen Zäpfchen-R (vor Vokal). Für Englischsprecher ist das vokalisierte R der Schlüssel, um das harte amerikanische End-R zu vermeiden, das sofort als Akzent auffällt.
- Vater, Mutter, aber - father, mother, but
- die Uhr, die Tür - the clock, the door
Diphthong
Ein Doppellaut - zwei Vokale in einer Silbe (ei, au, eu/äu).
Ein Diphthong (Zwielaut) ist ein gleitender Doppellaut: Innerhalb einer Silbe wird von einem Vokal zum anderen übergegangen. Das Deutsche hat drei häufige Diphthonge: „ei“ (auch „ai“) klingt wie engl. „eye“ (mein, Mai), „au“ wie engl. „ow“ in „how“ (Haus, blau) und „eu“ (auch „äu“) wie engl. „oy“ in „boy“ (neu, Häuser). Wichtig: „ei“ spricht man „ai“, nicht „ie“ - und „ie“ ist kein Diphthong, sondern ein langes „i“ (sie, Liebe). Nach einem Diphthong steht übrigens nie ß mit kurzem Vorlaut: Diphthonge gelten für die ß-/ss-Regel als lang (heißen, außen).
- mein, Haus, neu - my, house, new
- ei = „eye“, nicht „ie“ - ei = “eye”, not “ee”
KompositaCompound nouns
Zusammengesetzte Wörter - mehrere Wörter werden zu einem (Haustür).
Komposita sind zusammengesetzte Wörter, eine besondere Stärke des Deutschen: Mehrere Wörter werden ohne Leerzeichen zu einem einzigen verbunden (Haus + Tür → Haustür). Die goldene Regel: Das letzte Glied (das Grundwort) bestimmt alles Wichtige - Wortart, Genus und Plural des ganzen Kompositums. „Die Haustür“ ist feminin, weil „die Tür“ feminin ist. Die vorderen Glieder (Bestimmungswörter) schränken die Bedeutung nur ein. Oft steht zwischen den Teilen ein Fugenzeichen, meist ein -s- oder -n- (Arbeit-s-platz, Straße-n-bahn), das die Aussprache erleichtert. So lassen sich theoretisch beliebig lange Wörter bilden (Donaudampfschifffahrtsgesellschaft).
- die Hand + der Schuh → der Handschuh - the hand + the shoe → the glove
- das Wort + der Schatz → der Wortschatz - the word + the treasure → the vocabulary
N-DeklinationWeak noun declension
Eine Gruppe maskuliner Nomen, die in allen Fällen außer Nominativ -(e)n bekommt.
Die N-Deklination (schwache Deklination der Nomen) betrifft eine kleine, aber häufige Gruppe maskuliner Nomen, die eine Falle für Lernende ist. Diese Nomen hängen in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung -(e)n an - auch im Akkusativ und Dativ, wo sonst nichts passiert (der Junge, den Jungen, dem Jungen, des Jungen). Dazu gehören viele maskuline Personen- und Tierbezeichnungen auf -e (der Kunde, der Kollege, der Löwe), Wörter wie Herr, Mensch, Nachbar, Bauer sowie internationale Wörter auf -ent, -ant, -ist, -at (der Student, der Polizist, der Präsident). Häufiger Fehler: „Ich sehe den Student“ - richtig ist „den Studenten“.
- Ich kenne den Studenten. - I know the student.
- Wir helfen dem Jungen. - We are helping the boy.
Trennbare VerbenSeparable verbs
Verben mit einer Vorsilbe, die sich im Satz abtrennt (aufstehen → ich stehe auf).
Trennbare Verben bestehen aus einem Grundverb und einer Vorsilbe, die im Infinitiv vorn steht, sich im Satz aber abtrennt. Entscheidend ist die Betonung: Trennbare Vorsilben sind betont (ÁUFstehen, ÉINkaufen, MÍTkommen) und meist eigenständige Wörter wie auf-, an-, ab-, ein-, mit-, vor-, zu-. Im Hauptsatz wandert die Vorsilbe ans Satzende und bildet mit dem Verb die Satzklammer (Ich stehe um 7 Uhr auf). Zusammen bleibt das Verb im Infinitiv, im Nebensatz (…, weil ich aufstehe) und beim Partizip II, wo das -ge- in die Mitte rutscht (aufgestanden). Davon zu unterscheiden sind untrennbare Verben mit unbetonter Vorsilbe (be-, ver-, ent-, er-, ge-), die nie getrennt werden (verstehen → ich verstehe).
- Ich stehe um 7 Uhr auf. - I get up at 7 o'clock.
- Wann kommst du an? - When do you arrive?
Reflexive VerbenReflexive verbs
Verben mit Reflexivpronomen (sich), bei denen Handlung auf das Subjekt zurückgeht.
Reflexive Verben werden mit einem Reflexivpronomen gebraucht (mich, dich, sich, uns, euch, sich), das auf das Subjekt zurückweist. Man unterscheidet zwei Typen. Bei echten reflexiven Verben gehört das Pronomen fest und unverzichtbar zum Verb; es lässt sich nicht ersetzen (sich freuen, sich erinnern, sich beeilen). Bei unechten reflexiven Verben ist die Handlung nur zufällig auf das Subjekt gerichtet, könnte aber auch ein anderes Objekt treffen (ich wasche mich / ich wasche das Kind). Das Reflexivpronomen steht meist im Akkusativ; gibt es bereits ein Akkusativobjekt, steht es im Dativ (Ich wasche mir die Hände). Nur in der 3. Person (und bei der Höflichkeitsform Sie) hat das Pronomen die eigene Form „sich“.
- Ich freue mich. - I am glad.
- Ich wasche mir die Hände. - I wash my hands.