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Modalverben subjektiv (er dürfte krank sein)

Modal verbs used subjectively (er dürfte krank sein)

können auch eine Vermutung über den Grad der Sicherheit ausdrücken.

Struktur

Modalverb (dürfte/müsste/könnte) + Infinitiv - Grad der Vermutung

Details

Wortart
Verb
Register
Standard

Erklärung

Neben ihrer normalen ("objektiven") Bedeutung von Fähigkeit, Erlaubnis oder Pflicht haben einen subjektiven Gebrauch: Sie drücken aus, wie sicher sich die sprechende Person bei einer Aussage ist. Das wird konjugiert und steht mit einem Infinitiv.

Eine grobe Skala der Sicherheit:

  • muss - fast sicher ("muss … sein")
  • müsste / dürfte - wahrscheinlich, ziemlich sicher
  • könnte - möglicherweise, vielleicht
  • kann - es ist möglich
  • mag - zwar möglich (einräumend)

Beispiele:

  • Er dürfte jetzt zu Hause sein. - He is probably home by now.
  • Sie muss krank sein, sie ist nicht gekommen. - She must be ill, she didn't come.
  • Das könnte stimmen. - That could be true.

Typische Fehler. Diese Formen wörtlich verstehen: Er dürfte krank sein heißt "er ist wahrscheinlich krank", "er darf krank sein". Der Kontext (eine Vermutung über eine Tatsache) zeigt den subjektiven Gebrauch. Für eine Vermutung über die Vergangenheit verbindet man das mit einem : Er dürfte krank gewesen sein. Vergleiche das mit Futur I + wohl (Er wird wohl krank sein), das eine sehr ähnliche Vermutung ausdrückt.

Über Modalverben subjektiv (er dürfte krank sein)

können auch eine Vermutung über den Grad der Sicherheit ausdrücken.

'Er dürfte jetzt zu Hause sein.' Das 'dürfte' drückt hier eine Vermutung aus, eine Erlaubnis.

Achtung

In their subjective use these modals are about probability, not ability/permission: 'müsste' = very likely, 'dürfte' = probably, 'könnte' = possibly, 'muss' = almost certain.

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