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Nominalstil der Wissenschafts- und Amtssprache

Nominal style of academic and administrative German

Der Nominalstil der Wissenschafts- und Amtssprache: Verbalsubstantive, Streckformen und lange Genitivketten.

Struktur

Streckform / Genitivkette: die [Nomen] des [Nomen] der [Nomen]

Details

Wortart
Style
Register
Formal

Erklärung

Der Nominalstil ist das substantivlastige Register der Wissenschafts- und Amtssprache. Statt finiter wird der Inhalt in Verbalsubstantive (prüfendie Prüfung), Streckformen (zur Durchführung bringen statt durchführen) und lange Genitivketten verpackt.

Typische Merkmale:

  • Nominalisierung: die Bewertung, die Inkraftsetzung, die Regelung
  • Genitivketten: die Bewertung der Ergebnisse der Untersuchung
  • Funktionsverbgefüge als Verdichtungsmotor

Beispiel:

  • Die Inkraftsetzung der Bestimmungen zur Regelung des Verfahrens erfolgte unverzüglich. - The entry into force of the provisions governing the procedure took place without delay.
  • Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt die Bewilligung des Antrags. - After examination of the documents the application is approved.

Häufige Fehler: Dichte Nominalisierung verschleiert den Handelnden und überlastet den Leser. C2-Können heißt dosierter, nicht maximaler Einsatz und Ausgleich mit dem Verbalstil. Achten Sie auf und Kongruenz in Genitivketten; mehr als zwei bis drei werden schnell unklar.

Über Nominalstil der Wissenschafts- und Amtssprache

Der Nominalstil der Wissenschafts- und Amtssprache: Verbalsubstantive, Streckformen und lange Genitivketten.

'Die Inkraftsetzung der Bestimmungen zur Regelung des Verfahrens erfolgte unverzüglich.' Solche Genitivketten und Verbalsubstantive prägen Fach- und Amtsprosa, sollten aber dosiert eingesetzt werden.

Achtung

Dense nominalisation can obscure agency and overload the reader; C2 mastery means deploying it precisely, not maximally, and balancing it with verbal style.

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