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Goethe A1 und A2: was die Anfängerprüfungen verlangen

A1 ist Voraussetzung für den Ehegattennachzug, nicht bloß ein Meilenstein: das genaue Format, die Bestehensgrenze, echte Preise und die Stunden von null bis bestanden.

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Goethe A1 and A2: What the Beginner Exams Test

Das Goethe-Zertifikat A1 (Start Deutsch 1) und A2 sind kurze, billige Prüfungen ohne großes Gewicht, an denen zufällig sehr viel hängt. A1 ist der Sprachnachweis, der für ein Visum zum Ehegatten- oder Familiennachzug nach Deutschland verlangt wird - Tausende legen die Prüfung also jedes Jahr ab, weil sie ein Zertifikat wollen, sondern weil ein Konsulat eines verlangt hat. A2 hat weniger rechtliche Anwendungen, taucht aber im Weg über die Anerkennungspartnerschaft für Fachkräfte von 2024 auf sowie in vielen Anforderungen für Ausbildungsplätze und bei Arbeitgebern.

Beide Prüfungen haben dieselbe Form: vier Teile (Hören, Lesen, Schreiben, Sprechen), insgesamt 100 Punkte, 60 zum Bestehen, keine Module. Wer durchfällt, wiederholt alles. Der Inhalt ist wirklich elementar - ein Formular ausfüllen, 30 Wörter an eine Freundin schreiben, eine Bahnansage verstehen -, aber das Format erwischt viele, besonders die mündliche Prüfung, in der du zusammen mit ein oder zwei fremden Personen vor der Kommission sitzt.

Was A1 und A2 tatsächlich prüfen

Die schriftlichen Teile laufen in einem Termin hintereinander; die mündliche Prüfung liegt je nach Zentrum am selben oder an einem anderen Tag.

Goethe A1 (Start Deutsch 1)Goethe-Zertifikat A2
Hören20 Min., 15 Aufgaben: kurze Dialoge, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, öffentliche Durchsagen30 Min., 20 Aufgaben: Gespräche, radioartige Beiträge, Durchsagen
Lesen25 Min., 15 Aufgaben: E-Mails, Kleinanzeigen, Schilder und Aushänge30 Min., 20 Aufgaben: kurze , Anzeigen, Aushänge, persönliche Nachrichten
Schreiben20 Min.: ein Formular ausfüllen (5 Lücken) plus eine Nachricht von etwa 30 Wörtern30 Min.: eine kurze Nachricht im SMS-Stil plus eine kurze E-Mail oder ein kurzer Brief
Sprechen~15 Min. in einer Gruppe von 3 bis 4: sich vorstellen, mit Stichwortkarten fragen und antworten, von einer Bildkarte aus eine Bitte formulieren~15 Min. zu zweit: Fragen zur eigenen Person, aus einer Aufgabenkarte über das eigene Leben sprechen, gemeinsam etwas planen
Schriftliche Zeit65 Minuten90 Minuten
Wortschatzbasis~650 Wörter auf der offiziellen Wortliste~1.300 Wörter kumuliert

Der Sprung von A1 nach A2 ist beim Wortschatz gewaltig - rund 650 zusätzliche Wörter -, bei der Grammatik aber schon. Auf A1 kommst du mit , sein/haben, und durch. A2 erwartet das als übliche Vergangenheit, den , Nebensätze mit weil und dass, Steigerungsformen und . Genau diese Strukturen stehen in unserer Grammatikbibliothek, und sie sind der Unterschied zwischen einem bestandenen A2 und einem Steckenbleiben auf sicherem A1.

Die mündliche Prüfung ist der Teil, mit dem niemand rechnet

Du wirst unter vier Augen befragt. Auf A1 sitzt du mit zwei oder drei anderen zusammen, auf A2 zu zweit. Zwei Prüfende schauen zu, eine davon meist stumm und mitschreibend.

Auf A1 heißt das dreierlei. Du stellst dich anhand vorgegebener Stichwörter vor (Name, Alter, Land, Wohnort, Sprachen, Beruf, Hobby) und buchstabierst danach deinen Namen und sagst deine Telefonnummer laut - üb Buchstaben und Zahlen, denn genau dort verlieren nervöse Prüflinge leichte Punkte. Dann ziehst du Stichwortkarten zu einem Thema (Essen, Wohnung, Urlaub) und musst einer anderen Person eine Frage stellen und ihre beantworten. Zuletzt bekommst du eine Bildkarte und musst höflich um etwas bitten, worauf dein Gegenüber reagiert.

Auf A2 ist der dritte Teil eine kleine Aushandlung: Du planst mit deinem Gegenüber etwas gemeinsam, zum Beispiel wann ihr euch trefft oder was ihr für eine Feier kauft. Du musst vorschlagen, reagieren und zustimmen - Vortrag.

Die ehrliche Sorge lautet meist: Was, wenn mein Gegenüber schlechter ist als ich? Bewertet wirst du einzeln. Ein schwaches Gegenüber zieht dich mit runter, und die Prüfenden erleben das täglich. Was dir schadet, ist zu verstummen, wenn dein Gegenüber ins Stocken gerät. Stell eine einfache Frage, wiederhol seine, halt das Gespräch in Bewegung. Feste Gesprächsbausteine - Wie findest du ...?, Das passt mir gut, Ich habe eine Frage - leisten hier mehr als jede Grammatikregel; für solche fertigen Wendungen ist die Übung mit Wortverbindungen da.

Bestehensgrenze, Preis und was passiert, wenn du durchfällst

Sechzig von 100 Punkten bestehen, und die Punkte sind gleichmäßig verteilt - 25 je Fertigkeit auf A1, und faktisch dasselbe Verhältnis auf A2. Entscheidend: Keine der beiden Prüfungen ist modular. Ab B1 kannst du ein einzelnes bestandenes Modul wiederholen; auf A1 und A2 wiederholst du alle vier Teile und zahlst die volle Gebühr erneut. Plan entsprechend: Buch den Termin erst, wenn dich eine vollständige Modellprüfung bequem über 70 bringt, denn 60 ist kein Sicherheitsabstand, sondern eine Abbruchkante.

Die Preise werden örtlich festgelegt, und die Spanne ist groß. In Deutschland rechne als externe Teilnehmerin mit etwa 100 bis 180 Euro für A1 und 120 bis 200 Euro für A2; manche Goethe-Institute im Ausland verlangen deutlich weniger, andere erheblich mehr. Über eine Volkshochschule gebuchte telc-Prüfungen sind innerhalb Deutschlands meist der günstigste Weg. Ergebnisse kommen typischerweise in ein bis drei Wochen; Zertifikate laufen formal ab, aber deutsche Auslandsvertretungen und Ausländerbehörden wollen meist eines aus dem letzten Jahr - leg A1 also nicht zwei Jahre vor dem Visumsantrag ab.

Eins solltest du prüfen, bevor du überhaupt etwas zahlst: ob du die Prüfung brauchst. Ehepartner von EU-Bürgerinnen, von Inhabern der Blauen Karte EU und bestimmter Fachkräftetitel, Staatsangehörige einer Handvoll Länder, die für einen Aufenthalt visumfrei einreisen dürfen, sowie Antragstellende mit einem anerkannten deutschsprachigen Studienabschluss sind vom A1-Nachweis häufig befreit. Lies zuerst die Liste deines Konsulats. Eine Prüfung für 150 Euro und drei Monate Lernen sind ein teurer Weg, etwas zu belegen, wonach nie jemand gefragt hat.

Goethe, telc oder ÖSD: auf diesen Niveaus kaum von Belang

Alle drei Anbieter werden von deutschen Auslandsvertretungen für den A1-Nachweis beim Familiennachzug anerkannt, ebenso das TestDaF-Institut (g.a.s.t.) und ECL. Und jetzt der Teil, der Geld spart: Start Deutsch 1 und Start Deutsch 2 wurden vom Goethe-Institut und telc gemeinsam entwickelt. Auf A1 sind die beiden Prüfungen im Kern dieselbe Prüfung mit unterschiedlichem Logo.

Goethe-InstituttelcÖSD
Format auf A1Start Deutsch 1dieselbe Prüfung unter telc-Markeeigenes Format, ähnliche Aufgaben; schriftlicher und mündlicher Teil getrennt
Wo man am leichtesten buchtGoethe-Institute und lizenzierte Partner weltweitVolkshochschulen und Sprachschulen, dicht in Deutschlandstark in Österreich, Osteuropa, Nahost, Zentralasien
Übliche Kostendie höchsten der dreiin Deutschland meist die günstigstenim Mittelfeld
Bekanntheit bei Arbeitgebernam größtengutgut, besonders für Österreich
Österreichisches Standarddeutsch anerkanntneinneinja

Entscheide nach drei Kriterien in dieser Reihenfolge: wie weit du fahren musst, wann der nächste freie Termin ist, und der Preis. Wenn du nach Österreich ziehen willst, ist ÖSD die naheliegende Wahl. Wenn du ein Zertifikat willst, das eine Personalabteilung in München oder São Paulo sofort erkennt, ist Goethe den Aufpreis wert - aber erst ab B2, wo die Marke tatsächlich Einstellungsentscheidungen beeinflusst. Auf A1 kaufst du dir mit dem doppelten Preis nur das Logo.

Wie lange es von null wirklich dauert

Der Richtwert des Goethe-Instituts liegt bei 60 bis 150 Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten für A1 und 200 bis 350 kumuliert bis A2. Ehrlich übersetzt: 80 bis 150 Stunden echte Arbeit für A1 und noch einmal 100 bis 200 obendrauf für A2, wobei deine Erstsprache dich innerhalb dieser Spanne verschiebt. Wer Niederländisch, Schwedisch oder Englisch spricht, landet am unteren Ende. Wer Arabisch, Vietnamesisch, Thailändisch oder Japanisch spricht, sollte mit dem oberen rechnen und das als Versagen lesen.

Im Kalender heißt das: bei 45 konzentrierten Minuten am Tag dauert A1 etwa drei bis vier Monate und A2 weitere vier bis sechs. Intensivkurse pressen A1 in vier bis sechs Wochen, und wenn der Termin im Konsulat in acht Wochen ist, schlägt ein Intensivkurs im Raum jede App - du brauchst jemanden, der deine schriftlichen Aufgaben korrigiert, und einen Raum voller Leute für die Partnerübungen. Wiederholungsplan repariert eine so knappe Frist.

Wer drei Monate oder mehr hat, fährt mit dieser Aufteilung gut: den Wortschatz täglich mit verteilter Wiederholung aufbauen, damit die rund 650 A1- oder 1.300 A2-Wörter automatisch statt halb erinnert sind; die Grammatik in Blöcken durchgehen; und die letzten vier Wochen ausschließlich mit Modellprüfungen verbringen. Goethe veröffentlicht für beide Niveaus kostenlose vollständige Übungssätze samt Ton - mach sie alle, auf Zeit, bevor du buchst. Unsere A1- und A2-Decks decken die offiziellen Wortlisten mit muttersprachlicher Aufnahme und Beispielsätzen ab, und jedes Wort führt zurück nach /vocab, sodass du es im Zusammenhang siehst statt als einzelne Übersetzung. Was wir können: deine Schreibaufgabe bewerten. Dafür brauchst du für die letzten zwei, drei Versuche eine Lehrkraft oder einen Korrekturdienst für Modellprüfungen.

Buch den Termin und rechne rückwärts

Der stärkste Hinweis darauf, ob jemand A1 besteht, ist Begabung, sondern ein Datum im Kalender. Wähl einen Prüfungstermin in zehn bis vierzehn Wochen, zähl den nötigen Prüfungswortschatz und teil ihn auf die Tage auf, die du tatsächlich hast. Zwanzig neue Wörter am Tag samt Wiederholung sind unspektakulär - und zugleich die ganze A1-Liste in fünf Wochen.

Fang heute mit dem A1-Deck an und lass den Plan das Zählen übernehmen; bei den Preisen steht, was ein vollständiger Weg von A1 bis C2 kostet. Wenn A2 hinter dir liegt, ist der nächste echte Meilenstein die Prüfung, die Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung aufschließt - lies Goethe-Zertifikat B1, bevor du entscheidest, wie viel Deutsch du wirklich brauchen wirst.

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