wobei (Konjunktion)
wobei (whereby, although, in which)
"wobei" ist eine unterordnende (Subjunktion), die dem einen Kommentar, eine Einschränkung oder einen Begleitumstand hinzufügt; das finite steht am Ende des Nebensatzes. Es entspricht "whereby", "wohingegen/obwohl", "während" oder "wobei ... zugleich".
Struktur
Hauptsatz, wobei + Subjekt + ... + finites Verb (Satzende)
Details
- Wortart
- Konjunktion (subordinierend)
- Worttyp
- Subjunktion / Konnektor (Relativadverb)
- Register
- Standard
Erklärung
Was "wobei" bedeutet
"wobei" ist eine unterordnende Konjunktion (Subjunktion). Sie hängt einen an den und erfüllt zwei eng verwandte Aufgaben:
1. Begleitumstand / Folge - "und dabei", "in dessen Verlauf", "wobei zugleich". Sie beschreibt etwas, das neben der oder als Folge der Haupthandlung geschieht.
- Man mischt Mehl und Wasser, wobei ein zäher Teig entsteht. - "You mix flour and water, whereby a sticky dough forms."
2. Leichte Einschränkung oder Gegenüberstellung - "allerdings", "wohingegen", "obwohl". Sie fügt eine einschränkende Bemerkung hinzu, die den relativiert.
- Der Vortrag war interessant, wobei er etwas zu lang war. - "The lecture was interesting, though it was a bit too long."
Form und
"wobei" ist eine Verschmelzung aus wo + bei und verhält sich wie ein Relativadverb. Entscheidend ist aber die Syntax: Es ist unterordnend, also gilt:
- Vor "wobei" steht immer ein Komma, und
- das finite Verb rückt ans Satzende des "wobei"-Satzes.
`` Hauptsatz, wobei + Subjekt + (weitere Satzglieder) + finites Verb. Das Auto ist alt, wobei der Motor noch gut läuft. ``
"wobei" wird nicht dekliniert und regiert keinen Kasus - es ist ein Konnektor, keine , deshalb ändert sich nach ihm nichts im . ( verwechseln mit der Frage "Wobei hilfst du?" = "With what are you helping?", wo "wo(r)bei" ein Fragewort ist.)
Wann man es benutzt
- Um einen Nachgedanken, einen Vorbehalt oder eine einschränkende Bemerkung anzufügen: Das Angebot ist gut, wobei ich noch vergleichen möchte.
- Um einen gleichzeitigen oder resultierenden Vorgang zu beschreiben, häufig in Anleitungen und Berichten: Sie renovierten das Haus selbst, wobei sie viel Geld sparten.
- Es klingt etwas neutraler/schriftlicher als ein neuer Satz mit "Allerdings ...", ist aber auch in der gesprochenen Alltagssprache völlig idiomatisch.
Häufigster Fehler
Lernende behalten die Verbzweitstellung bei, als wäre "wobei" eine nebenordnende wie aber:
- Falsch: ..., wobei er hat die Bedingungen kaum gelesen.
- Richtig: ..., wobei er die Bedingungen kaum gelesen hat.
Merke: "wobei" leitet einen ein, das konjugierte steht also an letzter Stelle.
Über wobei (Konjunktion)
"wobei" ist eine unterordnende (Subjunktion), die dem einen Kommentar, eine Einschränkung oder einen Begleitumstand hinzufügt; das finite steht am Ende des Nebensatzes. Es entspricht "whereby", "wohingegen/obwohl", "während" oder "wobei ... zugleich".
"wobei" ist eine Subjunktion und leitet einen ein. Es hat zwei Hauptbedeutungen: einen Begleitumstand bzw. eine Folge ("und dabei", "in dessen Verlauf") oder eine leichte Einschränkung/Gegenüberstellung ("allerdings", "wohingegen"). Vor "wobei" steht ein Komma, und das finite rückt ans Satzende: "Ich mag beide Filme, wobei mir der erste besser gefällt."
Achtung
Der häufigste Fehler ist, nach "wobei" die Verbzweitstellung beizubehalten (z. B. "..., wobei er hat ..."), statt das finite Verb ans Satzende zu stellen ("..., wobei er ... hat").