Zurück zur Bibliothek

Subjektives Modalverb 'wollen' (Behauptung)

Subjective modal verb 'wollen' (claim)

Subjektives 'wollen' gibt eine eigene (oft zweifelhafte) Behauptung wieder.

Struktur

will + Infinitiv (Perfekt) - eigene Behauptung

Details

Wortart
Verb
Worttyp
Modal verb (subjective)
Register
Standard

Erklärung

Subjektiv gebraucht gibt das wollen eine eigene Behauptung des Subjekts wieder - etwas, das die Person über sich selbst behauptet, oft mit einem Unterton von Zweifel seitens des Sprechers. Im Englischen: claims to.

Meist verbindet sich will/wollen mit einem Infinitiv Perfekt, weil sich die Behauptung gewöhnlich auf etwas Vergangenes bezieht:

  • Er will den Täter gesehen haben. - He claims to have seen the culprit.
  • Sie will von nichts gewusst haben. - She claims to have known nothing.
  • Sie wollen das Geld zurückgegeben haben. - They claim to have returned the money.

Der wichtige Unterschied zum subjektiven sollen: Bei wollen stammt die Behauptung vom Subjekt selbst, bei sollen von ungenannten anderen.

Typische Fehler:

  • will als willentliches wollen (möchten) lesen: Er will den Täter sehen vs. Er will den Täter gesehen haben.
  • Vergessen des Infinitiv Perfekt (gesehen haben), der den rückblickenden Sinn gibt.
  • soll statt will, wodurch die Quelle zu anderen Personen wechselt.

Über Subjektives Modalverb 'wollen' (Behauptung)

Subjektives 'wollen' gibt eine eigene (oft zweifelhafte) Behauptung wieder.

'wollen' (subjektiv) = eigene Behauptung.

Achtung

'will' here means 'claims to': 'Er will den Täter gesehen haben' (he claims to have seen the culprit).