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Politik

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Konrad Adenauer1876–1967

Konrad Adenauer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (CDU, 1949–1963).

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Adenauer übernahm das Kanzleramt 1949 im Alter von 73 Jahren und prägte die junge Bundesrepublik durch die feste Westbindung an NATO und westeuropäische Institutionen. In seine Amtszeit fielen die Anfänge des Wirtschaftswunders, die Aussöhnung mit Frankreich und das Luxemburger Abkommen mit Israel (1952). Wegen seines Alters und seiner Autorität nannte man ihn 'Der Alte'; sein Wahlspruch 'Keine Experimente' von 1957 gilt bis heute als Inbegriff der politischen Stabilität jener Jahre. Lernende sollten ihn als Gründungsfigur der westdeutschen Demokratie kennen.

Das sollte man wissen

  • Erster Bundeskanzler der Bundesrepublik (1949–1963) - First Chancellor of the Federal Republic (1949–1963)
  • Westbindung: NATO-Beitritt und Anbindung an den Westen - Western integration: NATO membership and ties to the West
  • Aussöhnung mit Frankreich und europäische Einigung - Reconciliation with France and European unification
  • Spitzname 'Der Alte' - Nicknamed 'Der Alte' (the Old Man)
  • Wahlspruch 'Keine Experimente' (1957) - Campaign slogan 'Keine Experimente' (No experiments, 1957)
Markenzeichen

'Keine Experimente' – mit diesem Spruch warb Adenauer 1957 für Stabilität.

'No experiments' – with this slogan Adenauer campaigned for stability in 1957.

Ludwig Erhard1897–1977

Ludwig Erhard war Wirtschaftsminister und der zweite Bundeskanzler (CDU, 1963–1966), bekannt als 'Vater des Wirtschaftswunders'.

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Als Bundeswirtschaftsminister (1949–1963) gilt Erhard als Gestalter der sozialen Marktwirtschaft, die freie Märkte mit sozialem Ausgleich verbindet. Sein Buch 'Wohlstand für alle' (1957) fasste sein Leitbild zusammen und prägte den Begriff bis heute. Von 1963 bis 1966 war er Bundeskanzler, doch seine Amtszeit endete in wirtschaftlicher Abkühlung und innerparteilichem Streit. Seine Zigarre wurde zu seinem Markenzeichen; Historiker diskutieren bis heute, wie groß sein persönlicher Anteil am Aufschwung wirklich war.

Das sollte man wissen

  • Vater des Wirtschaftswunders - Father of the German economic miracle
  • Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsmodell - The social market economy as an economic model
  • Buch und Leitspruch 'Wohlstand für alle' (1957) - Book and motto 'Wohlstand für alle' (Prosperity for All, 1957)
  • Zweiter Bundeskanzler (1963–1966) - Second Chancellor (1963–1966)
  • Markenzeichen Zigarre - Trademark cigar
Markenzeichen

'Wohlstand für alle' – so lautete Erhards Versprechen für die soziale Marktwirtschaft.

'Prosperity for All' – this was Erhard's promise for the social market economy.

Willy Brandt1913–1992

Willy Brandt war Bundeskanzler (SPD, 1969–1974) und Friedensnobelpreisträger, bekannt für seine Ostpolitik.

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Brandt verfolgte als erster sozialdemokratischer Bundeskanzler eine Politik der Entspannung gegenüber der DDR und dem Ostblock ('Wandel durch Annäherung'). Weltweite Beachtung fand 1970 sein Kniefall von Warschau am Mahnmal des Ghettoaufstands, eine Geste der Versöhnung; 1971 erhielt er den Friedensnobelpreis. Sein Leitsatz 'Mehr Demokratie wagen' steht für gesellschaftliche Modernisierung und Aufbruch. 1974 trat er nach der Guillaume-Spionageaffäre zurück, blieb aber eine prägende Figur der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Das sollte man wissen

  • Ostpolitik und Entspannung mit dem Ostblock - Ostpolitik and détente with the Eastern Bloc
  • Kniefall von Warschau (1970) - Genuflection in Warsaw (1970)
  • Friedensnobelpreis (1971) - Nobel Peace Prize (1971)
  • Leitsatz 'Mehr Demokratie wagen' - Motto 'Mehr Demokratie wagen' (Dare more democracy)
  • Rücktritt 1974 nach der Guillaume-Affäre - Resignation in 1974 after the Guillaume affair
Markenzeichen

Mit dem Kniefall von Warschau setzte Brandt 1970 ein Zeichen der Versöhnung.

With his genuflection in Warsaw in 1970, Brandt sent a signal of reconciliation.

Pro

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