Johannes Gutenberg und der BuchdruckJohannes Gutenberg and printingum 1400-1468
Der Mainzer Goldschmied, dessen bewegliche Lettern um 1450 das Buch vom Einzelstück zur Ware machten.
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Gutenberg war Goldschmied in Mainz, und genau das war die Voraussetzung: Seine Erfindung ist weniger die Presse als die Gießform, mit der sich einzelne Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung beliebig oft in gleicher Höhe herstellen ließen. Erst dadurch wurde Setzen wirtschaftlich. Um 1454 entstand die vierzigzweizeilige Gutenberg-Bibel, von der noch rund neunundvierzig Exemplare erhalten sind. Wirtschaftlich war er kein Erfolg: Sein Geldgeber Johann Fust klagte, gewann und übernahm die Werkstatt. Die Folgen sind kaum zu überschätzen - innerhalb von fünfzig Jahren gab es in Europa Druckereien in über zweihundertfünfzig Städten, und Reformation wie Aufklärung sind ohne diesen Kanal nicht denkbar. Sprachlich ist der Buchdruck der Grund, warum sich aus vielen Schreibvarianten allmählich eine gemeinsame deutsche Schriftsprache formte.
Das sollte man wissen
- Die Gießform für einzelne Lettern, nicht die Presse - The casting mould for individual letters, not the press
- Die 42-zeilige Gutenberg-Bibel um 1454 - The forty-two-line Gutenberg Bible around 1454
- Sein Geldgeber Johann Fust übernahm die Werkstatt - His backer Johann Fust took over the workshop
- Grundlage für eine gemeinsame deutsche Schriftsprache - The basis for a common written German
Die Gutenberg-Bibel entstand um 1454 in Mainz.
The Gutenberg Bible was produced in Mainz around 1454.